Kfz-Versicherungsbetrug in Gebrauchtwagen-Handel

Versicherungsbetrug zählt zu den beliebtesten Betrügereien von unseriösen Gebrauchtwagenhändlern. Ob vorsätzliche Unfälle oder der Betrug an Privatleuten, die ihr Auto im Internet verkaufen möchten. Die Betrüger sind trickreich und versuchen mit immer neuen Methoden, an das Geld der Kfz-Versicherer zu gelangen.
Die verbreitetste Methode der sich unseriöse Gebrauchtwagenhändler bedienen ist der Kfz-Versicherungsbetrug auf großen Online-Auto-Börsen, auf den Privatperson ihre Autos verkaufen möchten. Oft unterbreiten die Händler den Verkäufern ein sehr lukratives Angebot, dass kaum auszuschlagen ist. Geschmeichelt und mit Aussicht auf hohen Profit geben die Privatverkäufer am Telefon oder per E-Mail dann sogar Auskunft über Private Daten, Anschriften und ihre Kfz-Versicherung.
Mithilfe dieser Daten geben die Betrüger einen Unfall mit dem Fahrzeug der Verkäufer an und kassieren ab. Gemeldet werden meistens Schäden durch Steinschlag oder Risse in einer der Scheiben, denn auch hier zahlt die Versicherung, aber ohne, dass der Beitragssatz des Kunden erhöht wird. Dadurch, dass die “Prozente” nicht steigen nimmt der Kunde keine Notiz von einem solchen Schaden.
Wer sich gegen diese Art Betrug beim Gebrauchtwagen-Verkauf wappnen möchte, sollte nicht auf schmeichelnde Angebote von Händlern eingehen und privaten Daten erst im Kaufvertrag angeben. Außerdem kam es in der Vergangenheit dazu, dass betrügerische Händler alleine mithilfe von Kfz-Kennzeichen an persönliche Daten kamen und Versicherungsbetrug betreiben konnten. Beim Autoverkauf im Internet ist deswegen immer darauf zu achten, dass die Nummernschilder auf den Fotos des Fahrzeuges geschwärzt beziehungsweise durchgestrichen werden.
Relativ neu die Masche, bei der Betrüger Kontakt zu Autoverkäufern herstellen, nachdem das Fahrzeug den Besitzer gewechselt haben. Sie geben sich als Käufer aus, erfinden einen Schaden am Fahrzeug, der beispielsweise beim Verkauf über Ebay nicht angegeben wurde, bauen Druck auf und bedrängen den arglosen Verkäufer, eine Entschädigung auf ein Konto zu überweisen. Der echte Käufer weiß davon freilich nichts und bekommt von all dem überhaupt nichts mit. Einmal gezahlt und den Drohgebärden des Betrügers am Telefon nachgegeben, ist das Geld weg.

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